Die Publikation von diagnose:funk fasst den aktuellen Forschungsstand zu möglichen Krebsrisiken durch Mobilfunkstrahlung zusammen. Ausgangspunkt ist die Einstufung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von 2011, die hochfrequente elektromagnetische Felder (HF-EMF) als „möglicherweise krebserregend“ (Gruppe 2B) einordnet. Seitdem hat sich die Studienlage deutlich erweitert und verdichtet.
Alarmierende Ergebnisse aus Tierstudien
Zentrale Bedeutung haben große Tierstudien aus den USA (NTP) und Italien (Ramazzini). Diese zeigten bei langfristiger Exposition gegenüber Mobilfunkfrequenzen erhöhte Tumorraten – insbesondere Herzschwannome und Hirngliome. Beunruhigend ist, dass diese Effekte teils unterhalb der geltenden Grenzwerte auftraten und unabhängig voneinander repliziert wurden. Ergänzend liefern zahlreiche In-vivo- und In-vitro-Studien Hinweise auf krebsauslösende und krebspromovierende Wirkungen sowie genetische Schäden.
Was sagen die Statistiken?
Epidemiologische Studien und Krebsstatistiken aus mehreren Ländern zeigen parallel dazu Anstiege bestimmter Krebsarten, insbesondere:
- Glioblastome und andere Hirntumoren
- Schilddrüsen-, Darm- und Hodenkrebs
- Kinderkrebserkrankungen
Auffällig sind dabei Lokalisationen, die besonders stark exponiert sind (z. B. Frontal- und Temporallappen beim Telefonieren) sowie ein erhöhtes Risiko bei langjähriger und einseitiger (ipsilateraler) Handynutzung.
Kritik an der aktuellen Politik
Die Publikation kritisiert politische und behördliche Kommunikationsstrategien, die trotz dieser Befunde oft Entwarnung geben und verweist auf Fehldarstellungen im Zusammenhang mit WHO-Aussagen. Nach Ansicht zahlreicher beteiligter Wissenschaftler erfüllen die vorliegenden Daten mittlerweile die Kriterien (u. a. nach Bradford-Hill) für eine Neubewertung der Mobilfunkstrahlung mindestens als „wahrscheinlich krebserregend“ (Kategorie 2A).
Forderungen für die Zukunft
Als Konsequenz fordert diagnose:funk eine vorsorgeorientierte Politik, transparente Aufklärung der Bevölkerung sowie strengere Nutzungs- und Expositionsregeln, insbesondere zum Schutz von Kindern und Jugendlichen.
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PDF: Überblick MobilfunkstudienQuelle und weitere Informationen: diagnose:funk - Brennpunkt: Krebserregende Wirkung der Mobilfunkstrahlung
